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Jowood

Allgemeines

Die JoWooD Entertainment AG wurde im Jahr 1995 in Österreich gegründet und arbeitet in der Gaming-Branche. Im Jahr 2011 musste das Unternehmen aufgrund von Gewinneinbrüchen und Verlusten Insolvenz anmelden. Auch eine interne Restrukturierung scheiterte nachdem man keinen Investoren fand. Zu Spitzenzeiten unterhielt das Unternehmen fünf eigene Entwicklungsstudios, erwirtschaftete einen Umsatz von 25,33 Mio. Euro und beschäftigte über 200 Mitarbeiter. Zu den bekanntesten entwickelten Spielen gehören zum Beispiel Gothic zwei und drei, Spellforce eins und zwei, Yetisports, Torchlight, Böse Nachbarn, Industriegigant und natürlich Die Gilde eins und zwei.


Firmengeschichte

Der erste erfolgreiche Titel hieß Industriegigant und erschien 1997. Im Juni 2000 erfolgte dann der Börsengang um eine finanzielle Basis für weitere Expansion voranzutreiben. Zwei Jahre später stand man zum ersten Mal vor der Insolvenz. 2004 kam der Online-Shooter Söldner: Secret Wars auf den Markt, der aufgrund einer verfrühten Veröffentlichung jedoch so gravierende Fehler enthielt, dass ein Spielen fast unmöglich wurde. Die Folge war ein erster schwerer Imageschaden für JoWooD. Ein Jahr später kam es zu einem Rechtsstreit zwischen JoWooD und dem australischen Unternehmen Perception, das ursprünglich den Titel Stargate SG-1 für JoWooD entwickeln sollte. Beide Seiten warfen sich vor, dass man sich nicht an einen Vertrag gehalten hätte. Perception musste aufgrund dieses Rechtstreits Insolvenz anmelden. Auch JoWooD stand wieder kurz vor der Insolvenz. Im Novermber 2005 stieg die Koch Media GmbH als Investor bei JoWooD ein. 2006 wurde JoWooD dann zu einem reinen Publisher, nachdem man alle fünf Entwicklungsstudios der Firma geschlossen hatte. Am Ende des Jahres wurde das Spiel Gothic 3 released. Doch bekanntermaßen enthielt dieses bei seinem Starttermin so viele gravierdene Fehler und Bugs, dass es beinahe unspielbar war. Das Spiel verkaufte sich weltweit zwar aufgrund seiner beiden Vorgänger sehr gut, blieb jedoch hinter seinen Erwartungen zurück. Außerdem schadete es dem Ruf von JoWooD in der Zukunft enorm. Um seinen Ruf wieder herzustellen startete JoWooD einen Markenrelaunch. Es wurde ein neues Logo und eine neue Internetpräsenz eingeführt. Trotzdem hielt Koch Media JoWood nicht mehr fähig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und trennte sich 2008 von allen gekauften Aktien. Im Jahr 2009 konnte JoWooD zwar noch einen Rekordumsatz von 25,33 Millionen Euro erwirtschaften, im nächsten Jahr brach der Umsatz jedoch auf 2,6 Millionen Euro ein, während man einen Verlust von 20,6 Millionen Euro verbuchen musste. Auch Gothic 4 verkaufte sich schlecht, sodass JoWooD am 7. Januar 2011 Insolvenz beantragen musste. Es fand sich kein Investor und auch eine Sanierung scheiterte.


Heutige Internetpräsenz:

JoWooD Website